Maria Treben

Maria Treben wurde am 27.9.1907, gestorben am 26.7.1991, als Maria Günzel, in der Hopfenstadt Saaz im ehemaligen Sudetenland geboren. Ihr Leben ist nicht ohne Schicksalsschläge verlaufen.

Der Vater war Buchdruckereibesitzer, die Mutter Hausfrau. Mit zehn Jahren verlor sie den Vater durch einen Verkehrsunfall. Zwei Jahre später zog sie mit der Mutter und zwei jüngeren Schwestern nach Prag. Nach Abschluss des Lyzeums arbeitete Maria als Praktikantin in der Redaktion des Prager Tagblattes.

Nach 14 Berufsjahren, nebenbei arbeitete sie auch noch für den bekannten Schriftsteller Max Brod, heiratete Sie den Ing. bei der OÖ Stromversorgung, Ernst Treben. Von da an war sie nur noch Hausfrau. Das junge Paar übersiedelte nach Kaplitz im Böhmerwald. Der einzige Sohn Kurt kam zur Welt, und nach Kriegsende 1946 wurde die Familie Treben, wie so viele andere Sudetendeutsche ausgesiedelt.

Nach einer zweijährigen Irrfahrt durch verschiedene deutsche Lager, Ernst Treben war im Gefängnis, siedelten sich die Familie Treben im Jahre 1954, im oberösterreichischen Grieskirchen an. Maria hatte sich in den versch. Lagern mit Bauchtyphus infiziert und hatte auch nach Ihrer Heimkehr immer wieder Anfälle mit großen Schmerzen. Da brachte Ihr eines Tages eine alte Frau ein Fläschchen mit einer dunklen stark riechenden Flüssigkeit. Die Frau beschrieb die Anwendung. Vorerst dachte Maria überhaupt nicht daran die Anweisungen der Frau zu befolgen, weil sie nicht an die Wirkung der Tinktur glauben konnte.

Es kam wie es kommen musste, der nächste Anfall ließ nicht lange auf sich warten. Da erinnerte sie sich an die Flasche. Sie dachte jetzt probiere ich das einfach aus, wenn es nicht nützt dann wird s nicht schaden. Sie gab die Flüssigkeit auf einen großen Wattebausch deckte mit einem Plastiksackerl ab und zog ihren Strumpfgürtel darüber. Maria Treben beschreibt was dann geschah wie folgt: Es war als ob mir jemand den Schmerz aus dem Leib zog. Nach kurzer Zeit waren die Schmerzen weg und sind nie wiedergekommen. Maria Treben interessierte sich zwar von Jugend an für Pflanzen und die Natur.

Nach diesem Erlebnis begann sie nachzuforschen was denn das war das Ihr geholfen hatte. Auch die Bekanntschaft mit dem Biologen, Richard Willfort  öffnete Ihr die Augen für die heilenden Wirkungen der ihr bestens bekannten Pflanzen. Maria Treben beschäftigte sich von nun an intensiv mit der Heilwirkung der Kräuter und sammelte Wissen vorzüglich bei älteren Leuten in Ihrer Umgebung. Maria Treben war von nun an Zeit ihres Lebens überzeugt, das gegen jedes Leiden ein Kräutlein gewachsen ist. Und man nicht erst etwas nehmen soll, wenn bereits ein Leiden vorhanden ist. Deshalb gilt der Satz: „Vorbeugen ist besser als Heilen“ heute mehr denn je.

Die Nachforschung nach dem „Wundermittel“ brachte Sie auf die Mixtur des schwedischen Arztes Dr. Sams. Diese Mixtur „der Schwedenbitter“ ist ein wahres Lebenselixier. Ein unentbehrliches Mittel das in keinen Haushalt fehlen sollte.

Dr. Sams, der Erfinder der Schwedenkräuter, im 17 Jahrhundert, selber wurde 104 Jahre alt, bis er bei einem Reitunfall uns Leben kam. Auch seine Eltern erreichten der Überlieferung nach ein biblisches Alter.

Maria Treben fasste ihre Erfahrungen in dem allseits bekannten Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ zusammen.

Maria Treben änderte noch zu Lebzeiten die Rezeptur des Schwedenbitters, um den gesetzlichen Bestimmungen Rechnung zu tragen.  Sie konnte Ihr letztes Buch nicht mehr fertig stellen, somit wurde dieses Rezept niemals veröffentlicht und wird  ausschließlich  von der „Maria Treben Naturprodukte GmbH“, mit Sitz in Kössen, Tirol, verwendet.

Wir tragen den heutigen modernen Anforderung Rechnung.  Schwedenbitter dem so mannigfaltige Verwendungsmöglichkeiten nachgesagt werden ist  ein Nahrungsergänzungsmittel , mit oder ohne Alkohol, der immer noch gerne getrunken wird.

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